
In der Metallbearbeitung sind Aerosole seit langer Zeit ein bekanntes und herausforderndes Problem. Schädliche Zusatzstoffe aus den Kühlschmierstoffen bilden Aerosole in der Luft, die die Metallarbeiter täglich einatmen.
Im Jahr 2015 wurde auf Initiative führender finnischer Metallunternehmen ein Forschungsprojekt zur Lösung des Aerosolproblems ins Leben gerufen. An dem Projekt waren die Hochschule Tampere (TAMK), das Technische Forschungszentrum Finnland VTT und das Finnische Institut für Arbeitsmedizin (TTL) beteiligt. Pirkko Pihlajamaa lehrte damals Gebäude- und Klimatechnik an der TAMK. Die Diplom-Ingenieurin mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Planung und Analyse industrieller Lüftungssysteme beschloss, sich an dem Forschungsprojekt zu beteiligen.
Die Lösung des Problems erwies sich als komplexer und schwieriger als zunächst erwartet. Pirkko setzte die Forschung aber beharrlich fort und war darauf fokussiert, eine Lösung zu finden. Das Lösen von Problemen ist seit jeher eine ihrer Stärken: „Schon als Kind haben mich Rätsel begeistert. Es macht mir schon immer Spaß, über verschiedene Probleme nachzudenken und Lösungen dafür zu finden“, erzählt sie. In der Endphase des Forschungsprojekts kam Pirkko eine neue Idee, die sie noch testen wollte – und es funktionierte: Die AerOff-Lösung war erfunden.
Die in der Branche traditionell verwendeten Ölfilter sind in der Lage, Partikel effektiv aus der Luft zu filtern. Allerdings gab es noch keine Lösung für das Abscheiden schädlicher Aerosole auf dem Markt. AerOff entfernt diese effektiv und verbessert so die Luftqualität am Arbeitsplatz. Pirkkos Hobby gibt ihr eine besondere Perspektive auf die Bedeutung sauberer Luft: „Als Hobbysängerin ist mir die Bedeutung der Luftqualität in Innenräumen besonders bewusst“, erklärt sie.
Neben einer gesünderen Arbeitsumgebung profitieren die Kunden auch von niedrigeren VOC-Emissionen (flüchtige organische Verbindungen) und reduzierten Kosten. Die AerOff-Lösung fängt den aus der Luft abgeschiedenen Kühlschmierstoff auf und führt ihn wieder dem Prozess zu. Dadurch sinken sowohl die Anschaffungskosten für Kühlschmierstoffe als auch die Kosten für ihre Entsorgung als Sondermüll. Pirkko fasst die Vorteile der AerOff-Lösung zusammen: „Die Verbesserung der Luftqualität am Arbeitsplatz, Recycling der Kühlschmierstoffe und die Reduzierung von Emissionen – das lässt sich mit AerOff alles gleichzeitig erreichen.“
Pirkko ist weiterhin als Erfinderin bei Aeroff Oy tätig. Das Unternehmen, das aus dem Forschungsprojekt hervorgegangen ist, bietet mittlerweile auch die AerOff-Expertenservices an, mit denen Kunden die Emissionen ihrer industriellen Prozesse reduzieren sowie die Energieeffizienz ihrer Produktion verbessern können. Außerdem entwickelt Aeroff derzeit neue Lösungen, die in Zukunft auch in anderen Branchen genutzt werden können.
Durch ihre langjährige Berufserfahrung weiß Pirkko, dass jede industrielle Produktionshalle einzigartig ist und deshalb eine maßgeschneiderte Lösung erfordert, was sich auch in der Tätigkeit des Unternehmens zeigt, wie Pirkko erklärt: „Die Produkte und Dienstleistungen von Aeroff sind auf die Bedürfnisse eines jeden einzelnen Kunden zugeschnitten, innovativ und auf dem aktuellsten Stand der Technik.“
Pirkko freut sich über das Feedback, das sie von Kunden und den Mitarbeitern erhält, die von der AerOff-Lösung profitieren. Eine Rückmeldung ist ihr aber besonders in Erinnerung geblieben: „Als Hobby-Sängerin habe ich mich über den Kommentar eines Kunden gefreut: Nachdem die AerOff-Lösung in der Fertigungshalle installiert war, konnte eine Person aus der Belegschaft die Singstimme zurückerlangen und singt nun wieder im Chor mit.“
